(opa) Gestern wurde auf dem Olympiagelände Saisoneröffnung gefeiert, nicht nur mit ausreichend Getränke und Toiletten, sondern auch mit der obligatorischen Hüpfburg. Hertha ist bezüglich der Planung eines solchen Events im Laufe der letzten Jahre besser geworden. Leider ist man im Laufe dieser Jahre sportlich in die Bedeutungslosigkeit gestürzt, weshalb Fragen nach Prioritäten durchaus berechtigt erscheinen. Fragen gab es obendrein gestern reichlich, vor allem, mit welchen Spielern man in die Saison starten will. Herthas derzeitiger Kader besteht aus 25 Spielern, von denen einige noch mögliche Abgangskandidaten sind. Bei Torhüter Ernst scheinen nur noch die letzten Details geklärt werden zu müssen, bei anderen Abgangskandidaten ist es fraglich, ob es Interessenten gibt, die bereit sind, den Spielern ein Umfeld zu schaffen, welches sie zu einem Wechsel bewegen könnte.
„Mit dem Schattenkad(av)er auf die Hüpfburg?“ weiterlesenKategorie: Trainingslager
Vorwärts immer, rückwärts nimmer?
(opa) Nach der WM ist vor dem Saisonstart, denkt sich manch einer dieser Tage, doch erstens läuft die WM ja noch, nur eben ohne die Deutschen und zweitens stellt sich die Frage, was derzeit schlimmer ist, das Abschneiden und das Auftreten der Nationalelf oder das von Hertha. Doch der Reihe nach, denn die blamable Niederlage gegen Paraguay hat nicht wenige in einen Schock versetzt. Deutschland, einstmals DIE Fußballnation, wird von einem Land mit gerade mal 7,1 Mio. Einwohnern aus einem KO-Spiel gekegelt, welches viele im Vorfeld als reine Fingerübung betrachtet haben. Hochmut kommt vor dem Fall und der Fall ging in diesem Fall sehr tief.
„Vorwärts immer, rückwärts nimmer?“ weiterlesenNicht Fisch, nicht Fleisch?
(opa) Nach zwei Wochen Urlaub in der warmen Sonne Südostasiens melde ich mich mit der Spieltagsnachlese des gestrigen Freundschaftsspiels gegen den Karlsruher SC zurück. Während auf den Rängen die jahrzehntealte Fanfreundschaft gefeiert wurde, gab es auf dem Rasen Zweitligatristesse zu beobachten, die in der Retrospektive überwiegend aus Fehlpässen, haarsträubenden Fehlern in der Defensive, einem riesig klaffenden Loch im Mittelfeld und offensiven Unzulänglichkeiten bestand. Wer diesem Spiel etwas positives abgewinnen möchte, kann sich sicher daran zu wärmen versuchen, dass Hertha zweimal nach Rückstand zurückkam, das Feuer ist aber übersichtlich groß und dürfte den selbstgesteckten Zielen überhaupt nicht gerecht werden.
„Nicht Fisch, nicht Fleisch?“ weiterlesenWenn es dunkel wird in Berlin…
(opa) Herthas Abflug ins Trainingslager verlief holperig, der Linienflug wurde wetterbedingt gestrichen und man musste wohl ein Flugzeug chartern und startete somit verspätet an die wunderschöne Algarve, wo derzeit Höchsttemperaturen von milden 12-15° gemessen werden, was ganz sicher angenehmer ist als die frostigen Berliner Temperaturen mit Schnee und Dunkelheit durch den Stromausfall im Südwesten. Wer vor wenigen Tagen noch über “Prepper” lachte oder diese gar in eine dubiose Ecke stellte, der dürfte sich nun am eigenen Lachen verschlucken. Ohne Strom kein Handy, kein Kaffee und keine Heizung und wer keinen Kamin hat (der ja obendrein verboten werden soll), dem bleibt dann nur noch die Flucht zu Freunden, Verwandten oder ins Hotel. So schnell wird aus Wohlstand und Zivilisation ein Dasein auf der Flucht.
„Wenn es dunkel wird in Berlin…“ weiterlesenSüßer die Kassen nie klingeln…
(opa) In den Geschäften kann man den Eindruck gewinnen, dass die Versorgung mit Lebensmitteln und Konsumgütern in wenigen Tagen eingestellt wird, so voll ist es, dass da der eine oder andere Verein mit einem Zuschauerauslastungsproblem nur davon träumen kann. Auch unsere Hertha möchte ja gern ein besser auslastbares Stadion bauen, kann aber mangels Grundstück und eigenen Vermögens nicht und muss weiter im Freiluftmuseum auf dem Flächendenkmal Reichssportfeld mit dem ungeliebten Olympiastadion Vorlieb nehmen. Sollte der eingeschlagene Konsolidierungskurs sich auch in den tatsächlichen Ergebnissen widerspiegeln und Hertha sich im Laufe der nächsten Jahre ligaunabhängig konsolidieren, könnte man ja ggf. noch einmal einen Anlauf für das Thema nehmen.
„Süßer die Kassen nie klingeln…“ weiterlesenSommer, Palmen, Sonnenschein?
(opa) Mit dem Hit aus der frühen Schaffensperiode der Berliner Band “Die Ärzte” im Ohr geht es in die neue Woche der gefühlt schon viel zu langen Sommerpause. Einige haben aus Verzweiflung sogar angefangen, Frauenfußball zu sehen, was für ein stärkeres Zeichen soll es noch geben, dass es endlich wieder losgehen soll? 😉 Aber im Ernst, was die Damen am Samstag gekämpft haben, war aller Ehren wert und Deutschland kann man zwar im Weltkrieg schlagen (wobei die Franzosen da eher weniger beteiligt waren), aber nicht im Elfmeterschießen. Wer am Samstag “Jetzt, wern’wa Meista!” Moment hatte, könnte auf dem richtigen Weg liegen. Wer so kämpft, hätte es jedenfalls verdient.
„Sommer, Palmen, Sonnenschein?“ weiterlesenWie füllt man ein Sommerloch?
(opa) Während es bei Hertha vergleichsweise still zugeht, war in den letzten Wochen ja reichlich Konsum diverser “Ersatzdrogen” zu beobachten in Form von Tour de France, Damentennis, Klub-Fußball-WM, Damen-EM, Formel 1 und einigem anderen mehr. Es gab mal Zeiten, da wurde bei Hertha jeden Tag ein neues Transfergerücht diskutiert, angesichts unglaublich leerer Kassen und völliger Unklarheit in Sachen sportlicher Führung lohnt es sich für Medienschaffende offensichtlich nicht, das ohnehin heruntergedimmte Feuer der medialen Aufmerksamkeit zu befeuern. Die wichtigste Botschaft dürfte sein, dass Reese die Testkicks gegen Ludwigsfelde und Dynamo unverletzt überstanden hat.
„Wie füllt man ein Sommerloch?“ weiterlesenSommersturm über Berlin?
(opa) Wer kennt ihn nicht, den alten Berliner Witz: “Was sind die vier Feinde der Berliner S-Bahn? Frühling, Sommer, Herbst und Winter”. Gestern war es wieder einmal so weit, ein Sturm, den der Wetterdienst nicht als Unwetter auf dem Schirm hatte und auch nicht entsprechend davor warnte, sorgte für derartiges Chaos, dass die S-Bahn den Betrieb am Abend vollständig einstellte. 371 Millionen kostet das pro Jahr. Also das Unterlassen des staatlichen Wetterdienstes, seiner Aufgabe nachzukommen, uns vor solcherlei Gefahren zu warnen. Dass die S-Bahnen nicht fahren, kostet hingegen 614 Millionen Euro jährlich. Spöttisch könnte man sagen, dass es unsere Hertha schafft, mit deutlich weniger Minus nicht zu funktionieren, aber dann wirft man uns wieder vor, zu destruktiv zu sein. Wie man es macht, macht man es verkehrt. Also lobe ich heute Berlin für das Wetter, die S-Bahn und für unsere Hertha. Besser?
„Sommersturm über Berlin?“ weiterlesenSommerblues am Hudsonriver
(opa) Eigentlich wollte ich ja nur einen Kommentar schreiben, dann geriet der so ausführlich, dass ich mich entschlossen habe, den als Opener zu verwerten. Die Nachrichtenlage ist derzeit äußerst dünn und wird dominiert von allerlei Gerüchten, die die Zeitung mit den vier Buchstaben über alle ihre Derivate wie transfermarkt, Toralarm u.a. in der heißen Luft zu halten versucht. Okay, so eine Sportredaktion muss halt liefern, ob es am Ende stimmt oder nicht, scheint eher zweitrangig zu sein. Seguin wurde heute als “nahezu perfekt” beschrieben, nachdem es gestern noch “fast sicher” war. Mal schauen, wie nah man morgen dran ist. 400.000 € – man dürfte den einen oder anderen “dafür ist Geld da” murmeln hören. Denn auf Abgangsseite tut sich bisher noch weniger als auf Zugangsseite. Sommerflaute wie die schwüle stehende Luft am wunderschönen Hudsonriver, wo etwa 50 Meilen nördlich von New York idyllische Natur pur herrscht, ein abendlich durch den Garten des Airbnb springendes Bambi inclusive.
„Sommerblues am Hudsonriver“ weiterlesenZwangsversteigert?
(opa) Hätte ich früher gewusst, dass morgen die Anteile von 777 in New York unter den Hammer kommen, hätte ich meine Reisepläne ein klein wenig anders arrangiert, um beim Termin anwesend zu sein. Für einen Euro hätte man ja vielleicht ein Gebot hinterlegen können. Und auch sonst fühle ich mich ein klein wenig verfolgt. Während ich in New York war, wurde unsere ehemalige Außenministerin zur Vositzenden der UN-Vollversammlung gewählt und heute in Washington stolperte ich vorm weißen Haus beinahe über den Kanzler beim Antrittsbesuch, der sicher genau wie ich nicht wegen Hertha in die USA gekommen ist. Und wer weiß, welche Auflagen mit der Versteigerung damit noch verbunden sind, schließlich hatte 777 ja auch zugesagt, negatives Eigenkapital auszugleichen, spätestens da käme der eigene Geldbeutel doch in Nöte.
„Zwangsversteigert?“ weiterlesen