(opa) Hertha ist, wenn nach einem Heimspiel bei bestem Wetter und einem Heimsieg mit zwei sehenswerten Toren, eins davon vom 16jährigen Eigengewächs Kennet Eichhorn trotzdem Sodbrennen und Katerstimmung herrscht. Dabei war die Erwartungshaltung nach einer eher übersichtlichen Heimserie eher gering, dennoch gelang es Team und Trainer, unterhalb dieser zu bleiben und lächelnd Limbo drunter durch zu machen. Denn Fußball spielte im Wesentlichen nur die Gastmannschaft, die sich im Aufbäumen des Abstiegskampfs Chance um Chance erspielte und ein noch viel größeres Abschlussproblem hatte als Hertha. Niemand hätte sich beschwert, wenn die Gäste mit 3 Toren Vorsprung in die Pause gegangen wären.
„Home sweet home?“ weiterlesenKategorie: Transfers
Circus Sarrasani?
(opa) Gestern kam die erlösende Meldung, dass Hertha die Lizenz für die kommende Spielzeit erhält und auch nicht mit Punktabzug bestraft wird. Das ist eine gute Nachricht, während sie gleichzeitig Anlass zur Sorge ist, denn wenn die Erfüllung von vertraglich vereinbarten Pflichten der Gesellschafter
a) als Erfolgsmeldung verbreitet und
b) die Voraussetzung zum Erhalt einer Lizenz ohne Punktabzug ist,
sollte höchste Anspannung herrschen, weil das eindeutige Zeichen dafür sind, dass die Kacke sichtbar dampft. Es sollte nicht verwundern, wenn Hertha gegenüber dem Gesellschafter mit einem Insolvenzverfahren für den Fall drohen musste, falls man seitens A-Cap kein Geld nachschießt.
„Circus Sarrasani?“ weiterlesenWurzelbehandlung?
(opa) Nicht wenigen ging es zum Ende des gestrigen Spiels wie bei einer Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Man wollte eigentlich nur noch, dass es aufhört und als die üppige Nachspielzeit angezeigt wurde, ging ein Stöhnen durch die Reihen. Vermutlich hätte Hertha auch in zwei weiteren Halbzeiten kein Tor mehr geschossen, zu ideenlos agierte man gegen tief stehende Lauterer und die paar Chancen, die man sich erspielte vergab man kläglich, weshalb das Ergebnis auch grundsätzlich in Ordnung geht, auch wenn Hertha in der ersten Halbzeit phasenweise dominanter war und ab Mitte der zweiten Halbzeit das einzige Team, was noch etwas zum Spiel beitrug.
„Wurzelbehandlung?“ weiterlesenFrühlingsstimmung?
(opa) Fangen wir mit dem Positiven vorweg an: Der Patient Hertha scheint schon noch Puls zu haben, dafür war das Aufbäumen in der 2. Halbzeit zu wahrnehmbar, auch wenn das Ergebnis keinesfalls die Leistung über 90 Minuten widerspiegelt und insgesamt beinahe eher etwas beschönigend schien. Um mit dem Positiven fortzufahren, könnte man auch die grüne Farbe des Rasens loben oder dass jemand den Lichtschalter fürs Flutlicht gefunden hat. Sehr viel mehr positives lässt sich allerdings kaum zusammentragen vom gestrigen Spiel. Zu deutlich hat sich die Truppe hängen lassen, die vor wenigen Tagen noch so große Moral zeigte und den Bundesligisten im Pokal am Rand einer Niederlage hatte. Klar kann man Spiele verlieren, aber so wie gegen Hannover aufzutreten? Bei dem eigenen Anspruch?
„Frühlingsstimmung?“ weiterlesenBefreiungs- oder Pressschlag?
(opa) “Oh wie ist das schön…” wurde vor dem Fernseher angestimmt, vor dem ich das Auswärtsspiel der Hertha in Nürnberg verfolgte, auch das “Hammerlied” wurde angestimmt, bis der überaus einseitig pfeifende Schiri den Treffer aus nur ihm ersichtlichen gründen abpfiff. Am Schiri hat es zwar nicht gelegen, aber wenn in dieser Saison die Tordifferenz eine Rolle spielen sollte, könnte das aberkannte Tor das Zünglein an der Waage spielen. Während Freude pur über das Ergebnis herrscht, muss dennoch Platz sein für eine sportliche Einordnung, die jedoch alles andere als positiv ausfällt. Herthas Glück war, dass Nürnberg immer wieder das Spiel machen wollte und so Konterchancen eröffnete, die Hertha gnadenlos ausnutzte. Die erste Halbzeit spielte im Wesentlichen nur Nürnberg, Tore schoss aber nur Hertha.
„Befreiungs- oder Pressschlag?“ weiterlesenStotterstart?
(opa) Den Saisonauftakt einzuordnen, scheint sich zu einer schwierigen Aufgabe zu entwickeln. Während die einen “ist nicht so schlimm” sagen, sind andere bereits bedient und schenken die Saison ab. Beides sind Extrempositionen, aber beide sollte man ernst nehmen, obwohl keine richtig sein dürfte. Hertha ist mit klar formulierten Ambitionen in die Saison gegangen und hat sicher am oberen Ende des eigenen finanziellen Limits einen Kader zusammengestellt, der angesichts der Konkurrenz gut genug sein sollte, um dem gerecht zu werden. Dass dieser sichtbar noch nicht als Einheit funktioniert, kann nicht von der Hand gewiesen werden, defensiv wackelte man deutlich und offensiv fand man zu selten und zu ungefährlich statt. Nichts, was man nicht wieder hinbekommen sollte, aber derzeit zu wenig für den eigenen Anspruch.
„Stotterstart?“ weiterlesenLIVE: #S04BSC – Das Unternehmen Aufstieg beginnt!
(sun) Es ist wieder soweit. Der 1.Spieltag der Saison 2025/2026 steht vor der Tür und den beginnt unsere Dame als Saisoneröffnung in der Gelsenkichner Veltins Arena heute um 20 Uhr 30. Dazu und überhaupt zum Saisonbeginn heiße ich euch wie immer Herzlich Willkommen.
„LIVE: #S04BSC – Das Unternehmen Aufstieg beginnt!“ weiterlesenSommer, Palmen, Sonnenschein?
(opa) Mit dem Hit aus der frühen Schaffensperiode der Berliner Band “Die Ärzte” im Ohr geht es in die neue Woche der gefühlt schon viel zu langen Sommerpause. Einige haben aus Verzweiflung sogar angefangen, Frauenfußball zu sehen, was für ein stärkeres Zeichen soll es noch geben, dass es endlich wieder losgehen soll? 😉 Aber im Ernst, was die Damen am Samstag gekämpft haben, war aller Ehren wert und Deutschland kann man zwar im Weltkrieg schlagen (wobei die Franzosen da eher weniger beteiligt waren), aber nicht im Elfmeterschießen. Wer am Samstag “Jetzt, wern’wa Meista!” Moment hatte, könnte auf dem richtigen Weg liegen. Wer so kämpft, hätte es jedenfalls verdient.
„Sommer, Palmen, Sonnenschein?“ weiterlesenWie füllt man ein Sommerloch?
(opa) Während es bei Hertha vergleichsweise still zugeht, war in den letzten Wochen ja reichlich Konsum diverser “Ersatzdrogen” zu beobachten in Form von Tour de France, Damentennis, Klub-Fußball-WM, Damen-EM, Formel 1 und einigem anderen mehr. Es gab mal Zeiten, da wurde bei Hertha jeden Tag ein neues Transfergerücht diskutiert, angesichts unglaublich leerer Kassen und völliger Unklarheit in Sachen sportlicher Führung lohnt es sich für Medienschaffende offensichtlich nicht, das ohnehin heruntergedimmte Feuer der medialen Aufmerksamkeit zu befeuern. Die wichtigste Botschaft dürfte sein, dass Reese die Testkicks gegen Ludwigsfelde und Dynamo unverletzt überstanden hat.
„Wie füllt man ein Sommerloch?“ weiterlesenSommersturm über Berlin?
(opa) Wer kennt ihn nicht, den alten Berliner Witz: “Was sind die vier Feinde der Berliner S-Bahn? Frühling, Sommer, Herbst und Winter”. Gestern war es wieder einmal so weit, ein Sturm, den der Wetterdienst nicht als Unwetter auf dem Schirm hatte und auch nicht entsprechend davor warnte, sorgte für derartiges Chaos, dass die S-Bahn den Betrieb am Abend vollständig einstellte. 371 Millionen kostet das pro Jahr. Also das Unterlassen des staatlichen Wetterdienstes, seiner Aufgabe nachzukommen, uns vor solcherlei Gefahren zu warnen. Dass die S-Bahnen nicht fahren, kostet hingegen 614 Millionen Euro jährlich. Spöttisch könnte man sagen, dass es unsere Hertha schafft, mit deutlich weniger Minus nicht zu funktionieren, aber dann wirft man uns wieder vor, zu destruktiv zu sein. Wie man es macht, macht man es verkehrt. Also lobe ich heute Berlin für das Wetter, die S-Bahn und für unsere Hertha. Besser?
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