Veröffentlicht am Kategorien 1. Bundesliga, 2020, Allgemein

Gesprächsbedarf

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(opa) Wie kann eine Mannschaft, die gegen die Bayern und den BVB zumindest in Phasen auf Augenhöhe mitspielen kann, ernsthaft in Abstiegsnot sein? Sind es wirklich nur die Momente der kurzen Unachtsamkeit, die von Gegnern nicht nur dieses Kalibers gnadenlos ausgenutzt werden? Weshalb ist das einstige Prunkstück, Herthas Defensive, so wackelig wie selten zuvor? Liegt es nur an den ständigen Unterbrechungen durch die Länderspielpause? Oder am Ausfall von Torunarigha? Hat der Sieg gegen die Augsburger die Schwächen nur übertüncht?

7 Punkte aus 8 Spielen in Reichweite der Abstiegsplätze sind sicher nicht das, was man sich vorgenommen hat. Und mit jeder weiteren Niederlage werden Fragen wie eingangs lauter werden und der Glaube an die Kehrtwende geringer, zumal in solchen Situationen sich erfahrungsgemäß “gegenläufige Interessenlagen” ausbilden, was die Teamleistung weiter reduziert. Es wird also zu reden sein darüber, was falsch läuft und vor allem, was getan werden muss, um defensiv weniger anfällig zu sein.

Als nächster Gegner kommt zudem mit Bayer Leverkusen erneut eine Truppe aus dem oberen Regal der Liga, die genauso wie Dortmund in der Lage sein wird, die Defensivreihen in einem für einige Herthaner zu schnellen Tempo zu überlaufen und dann den Torhüter beim Griff hinter sich schlecht aussehen zu lassen. Wenn Labbadia es nicht schafft, die Statik wiederherzustellen, dann brechen sicher endgültig ungemütliche Zeiten an und sein Vertrauensvorschuss dürfte dann weitgehend aufgebraucht sein. Da hilft es auch nichts, dass es anderswo noch schlechter läuft und der Traum näher rückt, den Abstieg der Mannschaft mitzuerleben, die schon seit Jahrzehnten nicht in der 1. Liga spielen sollte.

Zwischen dem Spiel gegen Vizekusen und dem darauf folgenden Derby tritt der neue Vorsitzende der Geschäftsführung sein Amt an, welches er sich vermutlich auch nicht so vorgestellt hat, dass er zu Beginn gleich eine solche Krise meistern muss und es wird spannend zu beobachten sein, wie er die Krise zu lösen gedenkt. Wird weitergewurstelt wie in den Krisen in den zehn Jahren zuvor?

Denn neben der sportlichen Krise könnte sich auch eine wirtschaftliche abzeichnen. Nicht nur, dass pandemiebedingt die Umsätze aus dem Spielbetrieb und dem Ticketing fehlen, es ist auch weiterhin kein Brustsponsor in Sicht und der strategische Investor ist an der Schwelle zur Säumigkeit zugesagter Gelder, was den Handlungsspielraum arg einschränken dürfte.

Zum Abschluss noch die Wahl Eurer Top-5:

Meine Top 5 bei BSCBVB waren

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Kommt gut in die Woche, bleibt gesund und bleibt blauweiß! HaHoHe, Euer Opa

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