Veröffentlicht am Kategorien 2022, Allgemein

Trainerin-novation?

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(opa) Auch wenn wir heute früh in einer neuen Welt aufwachen, dreht sie sich genau wie der Ball doch weiter, zumindest für die, die nicht an die flat earth Theorie glauben. Gespannt schaut die Fußballwelt darauf, ob das Champions League Finale wie geplant in Russland stattfindet und ob oder wann die Unaussprechlichen aus dem Ruhrgebiet ihre Trikotwerbung überflocken. Vielleicht trifft sie ja auch der Gerechtigkeit halber ein Zwangsabstieg? Doch im Moment gilt es, dafür zu sorgen, dass ein Aufeinandertreffen in der kommenden Saison in Liga 2 vermieden werden sollte.

Ich freue mich sehr, Euch heute als Gastschreiber den User kakaofleck präsentieren zu können, der sich aller gedanklichen Schranken entledigt und mit der Neubesetzung des Traineramtes beschäftigt hat. Viel Spaß beim Lesen:

Innotrainer? Lieber eine Trainerinnovation

(kak) Pal Dardai. Na, seid Ihr schon auf den Bäumen? Oder noch beim Klettern? Über ihn zu diskutieren habe ich nicht mehr die rechte Lust und halte Funkstille, was ihn betrifft. Wie User MaLuJeJa. Außerdem will ich über Innovationen sprechen. Aber Ihr seid jetzt wach und damit aufnahmebereit, nicht wahr?

Die Innotrainer unserer Zeit wie z.B. Tuchel, Klopp, Gardiola oder auch Nagelsmann werden niemals bei Hertha andocken. „Das ist klar.“, würde Lucien Favre sagen. Oder kann sich tatsächlich jemand vorstellen, dass einer von ihnen ihre gut dotierten Posten bei Chelsea London, FC Liverpool, Manchester City oder FC Bayern München verlässt, um hier Feuerwehrmann zu spielen?

Verkopfte Konzepttainer können wir auch gar nicht brauchen, denn bis sie ihre Spielidee umsetzen könnten, wäre Hertha schon längst im Abstiegssumpf versunken. Herthinho als guterhaltene Moorleiche? Mich schüttelt‘s.

Unkonventionelle Ideen, die möglichst schnell wirken, sind das Gebot der Stunde. Ziel ist eine gut zusammen funktionierende, torgefährliche und abwehrstarke Mannschaft. Wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl ist reine Kopfsache. Für Teambuilding nach herkömmlicher Art erscheint es zu spät. Wir haben schlicht nicht mehr genug Zeit.

User Exberger war auf der richtigen Spur, wie ich finde, als er fragte, wen wir im Blog für die richtigen vier Sachverständigen von Windhorst halten würden. Es kam daraufhin eine Flut von Vorschlägen, teils skurril, teils ernstgemeint. Das initiierte „Brainstorming“ setzte neue Ideen frei. Wir, vom HerthaImmer-Blog, bildeten eine Art Schwarmintelligenz.

Wir sollten noch weitergehen und innovative, d.h. unkonventionelle Ideen für Herthas Trainerposten sammeln. Ein paar von mir:

Eine Trainerin 

Am Beispiel Ariane Hingst möchte ich erklären, welche Vorteile ich sehe. 

Aber erstmal zur Personalie selbst. Hingst kommt von hier, d.h. aus Berlin. Seit 2016 ist sie Co. Erst in Wolfsburg, einer der führenden Teams im Frauenfußball. Danach, seit 2019, ist sie Co-Trainerin bei der U19 unserer Nati. Zugegeben, im Männerbereich ist ihre Qualifikation vielleicht noch nicht die Creme-de-la-Creme, aber ihr Erfahrungshorizont im Fußball allgemein, sowohl in der Praxis, als auch in der Theorie dürften top-aktuell sein.

So etwas gab es in der Bundesliga noch nie: Oft haben Männer das Sagen in Frauenfußball-Teams, aber umgekehrt?

Jegliche Anfeindungen – klargestellt, ich meine nicht Zweifel an sich – von irgendwelchen Dumpfbacken bundesweit, die garantiert aufkommen, werden zu einer Art „Wagenburgmentalität“ der gesamten Hertha-Mannschaft führen, die dann ein Jetzt-Erst-Recht – Gefühl entwickeln werden. Also genau das, was gewollt ist.

Verstärkt wird das Ganze durch einen natürlichen männlichen Beschützerinstinkt, der international ist. Gerade bei jungen Männern, aus denen die zu trainierende Mannschaft von Hertha BSC besteht

Unsere Hertha würde wieder zum deutschlandweiten Gesprächsthema, wahrscheinlich sogar darüber hinaus. Und diesmal eindeutig positiv(er), als vor zwei-drei Jahren.

Falls sie sich bei Hertha Verantwortlichen diesen an sich wünschens- und probierenswerten Schritt nicht zutrauen, eine zweite Idee von mir:

Ein Trainertausch

Oft ist es doch so: Ein neuer Trainer wird verpflichtet und die gesamte Mannschaft spielt sofort besser und niemand weiß so richtig, warum eigentlich. Erst später wird, wenn es gut läuft, die Spielidee des neuen Trainers mehr und mehr verwirklicht. Und, wenn sie richtig gut ist, bleibt der Erfolg über eine ganze Weile. 

Aber zuerst läuft alles über Motivation, fast immer. Und wir brauchen einen kurzfristigen Erfolg. Der muss ja nicht von sehr langer Dauer sein. 

Ein Kandidat wäre Pellegrino Matarazzo vom VfB Stuttgart, wenn die nicht gerade direkte Konkurrenten um den Nichtabstieg wären. 

Also sollte man einen Trainer aus einer anderen Liga suchen (Zweite Liga oder Österreich,Schweiz) . Möglichst mit einem langfristigen Vertrag, mit dem das Management des anderen Teams in der Regel einst gute Erfahrungen gemacht hatte und von dem sich dessen Management mehr versprochen hatte als eine Mannschaft, die dann plötzlich ins Stottern geriet.

Mit einiger Berechtigung ließe sich argumentieren, dass diesem Trainer eine kurzfristige, vorübergehende Luftveränderung, also soetwas wie eine mentale Kur, guttun würde. Um danach wieder mit frischem Elan neu anzugreifen. In dieser Phase dürfte dann Bobic seinen Super-Duper-Trainer präsentieren.

Im Gegenzug ist mit Korkut jemand anzubieten, bei dem der übliche Trainer-Effekt nachgewiesenermaßen funktioniert hat. Auch ihm kann diese zusätzliche Erfahrung als Feuerwehrmann nicht schaden. Eher im Gegenteil: Er könnte sich ein Renommee für kurze Einsätze aufbauen.

Habt Ihr noch andere Ideen für Trainerinnovationen? Na, dann raus damit.

HaHoHe, Euer Kakaofleck 

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