Veröffentlicht am Kategorien 1. Bundesliga, 2021, Allgemein, Spieltag

Finale dahoam?

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(opa) Glaubt man den Boulevardnachrichten, dann hat unser Trainer Bruno Labbadia am Samstag sein Finale dahoam. Nach dem Motto “Siegen oder Fliegen” müssen drei Punkte her, nachdem schon gegen andere Gegner auf Augenhöhe Punkte liegen gelassen wurden. Die Frage wird allerdings sein, ob Labbadia der einzige ist, der gehen wird müssen oder ob man sich aufgrund der neuen Gegebenheiten auch dazu durchringt, weiter oben die Säge anzusetzen.

Dabei war die gestrige Niederlage tatsächlich unter normalen Umständen als “unglücklich” einzuordnen. Hertha hatte insbesondere in der ersten Halbzeit kein Problem, den Gegner zu dominieren, teilweise standen 70% Ballbesitz auf dem Zettel. Dazu kamen tatsächlich aus dem Spiel kreierte Torchancen, die genau wie der Elfmeter nicht verwandelt wurden. Mit dem ersten Gegentreffer war dann der Genickbruch da. Ein verunsichertes und unter Druck stehendes “Team” fällt dann häufig auseinander.

Ebenfalls rätselhaft waren die Wechsel. Der seit Wochen seiner Form hinterherlaufende Lukebakio bekommt Einsatzzeit und dafür wird der allzeit Räume zulaufende Darida geopfert. Obendrein hat Lukebakio noch nicht unerhebliche Mitschuld an einem der drei Gegentreffer, als er selbst mit Reklamierarm das Abseits aufhebt. Und was Labbadia an Zeefuik sieht, bleibt wohl auch für ewig ein Rätsel. Immerhin durfte der aus dem eigenen Nachwuchs stammende Netz mal etwas länger Spielzeit haben, wenngleich auch mit eher frustrierendem Ausgang.

Bevor es zu den drei Momenten des Spiels geht, seid ihr dran mit der Wahl zur Top-5:

Meine Top-5 von #BSCTSG waren

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Meine 3 Momente

(mal) Oh man, das war was. 0:3 gegen ein wirklich schlechtes Hoffenheim.
Eigentlich hat unsere Hertha kein schlechtes Spiel gemacht. Die Idee mit 2 Spitzen und Cunha auf der 10 ging gerade in der ersten Halbzeit auf. Doch dann kam schon der erste meiner 3 Momente, die diesmal alle die gleiche Überschrift tragen.

Tor für Hoffenheim.

Hertha ist stark gestartet und hatte alle Trümpfe selbst in der Hand, hat sie aber nicht genutzt. Im Vergleich zu dem, was wir in den letzten Spielen gesehen hatten, war diesmal Spielwitz und Tempo zu erkennen. Aber umso länger die erste Halbzeit ging, so hatte ich aber spätestens nach Cordobas 2ten Luftloch die Befürchtung, dass wir uns noch in Halbzeit 1 ein unglückliches, aber absolut vermeidbares Gegentor fangen. Das 0:2 war dann genauso erwartbar wie das 0:3, welches mich an einen Duda Freistoß gegen Schalke erinnert hat. Der kann doch nur direkt aufs Tor schießen. Da ist doch niemand der ne Freistoßflanke abnehmen würde.

All diese Szenen stehen für mich sinnbildlich für unsere Hertha Saison und ich befürchtete, dass dieses Spiel ein neckbreaker für den Rest der Saison sein könnte. Wir hatten es selbst in der Hand, haben Anlauf genommen und es in bester Manier verschissen. Ehrlich gesagt bin ich noch etwas ratlos nach diesem Spiel. Es hieß mal, dass der Januar der Monat der Bewertung werden würde. Ich bewerte mal kurz: 4 von 12 möglichen Punkten gegen Teams, die in der Tabelle allesamt hinter uns liegen! Wenn es noch einen Beweis gebraucht hat, hat ihn die Mannschaft gebracht.

Herr Schmidt, bitte handeln Sie, sofort!

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